Ratgeber

Wozu benötigt man einen Grillmotor?

Ein Grillmotor ist für die Drehung eines Grillgutes über dem Grill im Einsatz. Dabei kann das Grillgut senkrecht oder waagerecht über dem Grill befestigt sein.

Bei der senkrechten Befestigung sollte der Grillmotor hoch genug über der Hitze befestigt sein, um selbst nicht zu überhitzen. Bei der waagerechten Befestigung sollte ebenfalls auf den Motor keine oder nur geringe Hitze einwirken.

Energiesparen oder mehr Leistung

Grillgut ist häufig unwuchtig. Das vorherige Wiegen bietet also nur beschränkt eine gute Auskunft über das gleichmäßige Drehen des Grillmotors. Deshalb ist mehr Leistung wichtiger als das Einsparen von Energie. Auch kann sich während des Grillens die Gewichtsverteilung verändern. Mehr Leistung bedeutet, dass sich das Grillgut stets sehr gut dreht.

Ein Grillmotor kann bereits beim Grillen von Hähnchen wertvollste Ergebnisse liefern. Hähnchen wiegen bis zu 1,5 kg oder 2 kg. Die nächste Größenklasse sind Gänse, Hasen und Puter. Sie können bis zu 8 kg oder 9 kg wiegen. Spanferkel oder halbe Schweine wiegen oft noch etwas mehr. Ganze Rehe oder Kälber gar Rinder brauchen noch stärkere Motoren.

Schwerere und dickere Grillgüter brauchen entsprechend länger bis zum vollständigen Garwerden. Es ist der passende Motor und die hinreichend lange verfügbare Leistung aus einer Strom- oder anderen fossilen Energiequelle zu beschaffen.

Stabile Gestelle, die hygienisch sind

Die Stabilität ist beim Grillen das wichtigste Merkmal. Schließlich möchte jeder ein sauberes Stück Grillgut verzehren. Bei einfachen Balkon- oder Terrassengrillen reichen geschnittene und gebogene Bleche aus. Bei größerem und schwererem Grillgut sind aufwendigere Konstruktionen notwendig. Wanderhütten oder Grillplätze bieten oft das Mieten von Grillgestellen an. Dann ist es erforderlich, den Spieß und den Grillmotor passend zum Grillgut zu beschaffen.

Die Hygiene spielt beim Grillen eine wichtige Rolle. Deshalb ist das Grillgestell, der Spieß und der Motor vorher und nach fachgerecht zu reinigen und zu pflegen. Der Motor möchte nichts vom Grill und das Grillgut sollte nichts vom Motor abbekommen. Je größer das Grillgut, desto mehr Abstand zum Grill und zum Grillgut sind ratsam.

Marken und Auswahl

Mehr als zwanzig verschiedene Hersteller bieten auf dem deutschen Markt Motoren zum Grillen an. Bei kleineren Motoren sind es mehr, bei größeren weniger Modelle, zwischen denen eine Auswahl besteht. Den Antrieb kann man ohne oder im Set mit einem Grillspieß oder mit einem Grillspieß und Aufstellung erwerben. Beim getrennten Erwerb ist darauf zu achten, dass Motoraufnahme und Grillspieß zusammenpassen. Zu empfehlen ist auf eine qualifizierte Bewertung zu achten. Also Prüfsiegel wie GS oder TÜV sind gut.

Kurz beantwortet

Häufige Fragen

Je nach Gewicht und Glutführung fünf bis sieben Stunden. Ein küchenfertiges Spanferkel wiegt meist 18 bis 25 Kilogramm; als grobe Orientierung gilt rund eine Stunde je zwei bis drei Kilo. Der Motor läuft dabei ohne Unterbrechung durch — das ist der eigentliche Grund für einen Schwerlastantrieb.

Bei Schwein gelten 75 bis 80 °C im Kern als sicher gegart. Gemessen wird an der dicksten Stelle der Keule, ohne den Knochen zu berühren. Ein Einstichthermometer ist am Drehspieß praktischer als ein Bratenthermometer, weil sich das Fleisch dauerhaft bewegt.

Für einen Spießbraten von ein bis zwei Kilogramm sind bei indirekter Hitze etwa 90 bis 120 Minuten üblich. Am Drehspieß wird die Kruste dabei rundum gleichmäßig, weil das Fleisch keine Liegefläche hat — im Ofen gelingt das nur durch mehrfaches Wenden.

Ein ganzes Hähnchen von rund 1,2 Kilogramm braucht bei indirekter Hitze etwa 60 bis 75 Minuten. Es ist das ideale Einsteigerprojekt am Drehspieß: wenig Gewicht, überschaubare Garzeit und ein Ergebnis, das man sofort sieht.